Venenerkrankungen

Venenleiden hat verschiedene Ursachen

Venen in den Beinen -

Was sind Venenerkrankungen?

Die Beinvenen sind dabei besonders gefordert. Machen sie schlapp, staut sich Blut in den Beinen und es kommt zu verschiedenen Formen von Venenleiden.

Venenerkrankungen sind eine Volkskrankheit. Viele Männer und Frauen haben sogar ein chronisches Venenleiden. Häufig ist die Veranlagung genetisch bedingt, doch auch Faktoren wie überwiegend stehende oder sitzende Tätigkeiten, Übergewicht und wenig Bewegung spielen eine Rolle. Schwere, müde Beine, ein Kribbelgefühl oder geschwollene Knöchel können auf eine Venenschwäche hinweisen. Wer die Symptome richtig deutet und rechtzeitig aktiv wird, kann Venenveränderungen wirksam entgegensteuern.

Beispiele für Venenerkrankungen

Klassische Beispiele für eine Venenerkrankung sind:

  • Krampfadern
  • Venenentzündung
  • Thrombose
  • Besenreiser

Das Venensystem

Während die Arterien das Blut vom Herzen in den Körper transportieren, befördern die Venen das sauerstoffarme Blut zurück zum Herzen – entgegen der Schwerkraft. Unterstützt wird dieser Vorgang durch die sogenannte Wadenmuskelpumpe der Beinmuskulatur und die Venenklappen. Sie verhindern wie ein Ventil, dass das Blut in der Vene wieder zurückfließt. Ist das System nicht mehr leistungsfähig genug, staut sich Blut in den Beinen. Es kommt zu Besenreisern, Krampfadern, Venenentzündungen und – im stark fortgeschrittenen Stadium – zu einer offenen Wunde am Bein.

Symptome und Anzeichen

Lange bevor Sie Krampfadern (Varizen) oder andere sichtbare Beschwerden entdecken, haben sich meist schon erste Veränderungen an Ihren Beinvenen entwickelt. Müde oder juckende Beine, geschwollene Knöchel am Abend und kribbelnde oder schmerzende Beine sind erste Signale für ein Venenleiden. Ein wichtiges Vorzeichen sind die sogenannten Warnvenen, ein Kranz erweiterter Venen am Knöchel.

Später kommt es zu Schwellungen durch eingelagertes Wasser, den sogenannten "dicken Beinen". Suchen Sie einen Phlebologen auf, damit dieser geeignete Therapiemaßnahmen für Sie auswählt. Übrigens: die Untersuchung ist vollkommen schmerzfrei und risikolos!

Die CEAP-Klassifikation

(flexikon.doccheck.com/de/CEAP-Klassifikation: Rabe, Eberhard; Gerlach, Horst E. (2005): Praktische Phlebologie. 2. überarb. A. Stuttgart: Georg Thieme Verlag.)

StadeVeränderungen
C 0Keine sichtbaren Zeichen einer Venenerkrankung
C 1Besenreiser, Teleangiektasien oder retikuläre Venen
C 2Varikose ohne klinische Zeichen einer chronisch-venösen Insuffizienz
C 3Varikose mit Ödem
C 4aVarikose mit trophischen Hautveränderungen unterteilt in: 
a) Pigmentierung oder Ekzem
C 4bb) Lipodermatosklerose oder Athrophie blanche
C 5Varikose mit abgeheiltem Ulcus cruris
C 6Varikose mit floridem Ulcus cruris

Risikofaktoren

Eine Venenschwäche ist oft genetisch bedingt. Doch Faktoren wie eine grundsätzliche Bindegewebsschwäche, Schwangerschaften und Hormonumstellungen begünstigen ein Venenleiden. Auch Alkohol, der gefäßerweiternd wirkt, Übergewicht und andauernde Verdauungsstörungen beeinflussen Venenerkrankungen. Ungünstig sind zudem Verhaltensweisen wie häufiges Stehen, langes Sitzen und mangelnde Bewegung.

Vorbeugung

"Lieber Laufen und Liegen – statt Sitzen und Stehen." So lautet die Faustregel der deutschen Venen-Liga e.V.. Bewegung und gezielte Venengymnastik halten Ihre Venen elastisch und gesund. Die abwechselnde An- und Entspannung der Beinmuskulatur bringt den Blutfluss richtig in Schwung. Auch Wechselduschen sind eine Wohltat für Ihre Beine.

Wie können Venenerkrankungen therapiert werden?

Venenleiden sind zwar nicht heil-, aber gut therapierbar. Sogar bei fortgeschrittenen Krankheitsbildern gibt es zahlreiche Behandlungsmethoden. Zu den wichtigsten zählen die Kompressionstherapie sowie die Venenoperation.

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