Kompressionstherapie

Die Kompressionstherapie gilt als Basistherapie bei der Behandlung von Venenerkrankungen

Anschmiegsame Kompression mit mediven comfort -

Basistherapie bei Venenleiden

Hört man sich in der Bevölkerung um, so werden medizinische Kompressionsstrümpfe häufig und fälschlicher Weise als "Stützstrümpfe" bezeichnet. Dabei müssen beide Produkte deutlich voneinander abgegrenzt werden.

  • Der medizinische Kompressionsstrumpf ist ein medizinisches Hilfsmittel, das bei Notwendigkeit, entsprechender Indikation oder nach dem Dafürhalten des Arztes verordnet werden kann und im Sanitätshaus individuell angemessen wird - bzw. als individuelle Maßversorgung eigens für den Kunden angefertigt wird.
  • Der Stützstrumpf hingegen ist ausschließlich für Venengesunde geeignet.

Die Venen in den Beinen sorgen für den Rückfluss des Blutes zurück zum Herzen. Die sich darin befindlichen Venenklappen funktionieren wie Rückschlagventile, die das Blut nur in eine Richtung, nämlich zum Herzen hin fließen lassen und verhindern so das Versacken des Blutes in den Beinen. Durch mangelnde Bewegung und viel Stehen oder Sitzen lastet täglich viele Stunden ein hoher Druck auf dem Venensystem.

Wenn die Wadenmuskelpumpe den Abtransport des Blutes nicht mehr ausreichend unterstützt, sich die Venen ausdehnen und die Venenklappen nicht mehr richtig schließen, sind müde und schwere Beine die Folge. Schwellungen und Einschneidungen durch Socken oder Schuhe im Gewebe sind Anzeichen dafür. Später können sich Besenreiser, Krampfadern oder ein offenes Bein bilden.

Nur der medizinisch korrekte Druckverlauf garantiert medizinische Wirksamkeit

Kompressionsstrümpfe weisen eine konstante Druckabnahme vom Knöchel-/Fußbereich nach dem Oberschenkel, denn dieses Profil des degressiven Druckverlaufs entspricht den medizinischen Erfordernissen der Kompressionstherapie.

Beim aufrecht stehenden Menschen ist der Venendruck im Knöchel-/Fußbereich (distal) am größten. Das untere Drittel des Unterschenkels ist daher besonders durch krankhafte Störungen gefährdet. Daher muss der Druck des Kompressionsstrumpfes dort besonders hoch sein. In der Kniekehle hingegen muss das Strumpfprofil eine Entlastung erfahren, damit die oberflächig liegende Vene nicht abgeschnürt wird. Der Druckgradient beträgt im Fesselbereich 100 % und nimmt zum Oberschenkel hin stetig bis auf 40 % ab.

Die Andruckstärke im Fesselbereich ist ausschlaggebend für die Einteilung von medizinischen Kompressionsstrümpfen in die vier erhältlichen Kompressionsklassen.

Warum Stützstrümpfe keine medizinischen Kompressionsstrümpfe sind

Stützstrümpfe haben in der Regel keinen kontrolliert abnehmenden Druckverlauf. Dies kann dazu führen, dass dennoch Blut in den Beinen versackt und sich trotzdem Venenerkrankungen einstellen oder keine Linderung der Beschwerden eintritt.

Die Strumpfgröße wird in der Regel durch die Schuhgröße bestimmt.

Stützstrümpfe sind nicht verordnungsfähig und eignen sich daher ausschließlich für venengesunde Menschen. Sie haben für den klinischen Bereich keinerlei Bedeutung!

Kompressionstherapie für Ödempatienten

Wenn das Venensystem in seiner Funktion beeinträchtigt ist, steigt der Druck in den Venen und wässrige Blutbestandteile treten in das Gewebe aus. Knöchel und Beine können denn anschwellen. Jetzt muss das beeinträchtigte Lymphsystem der Ödempatienten noch mehr leisten um die eingelagerte Flüssigkeit abzutransportieren.

Dann sorgen flachgestrickte mediven Kompressionsstrümpfe für die bestmögliche Unterstützung um das Ergebnis der Lymphdrainage zu erhalten. Deshalb ist es wichtig, die Strümpfe regelmäßig zu tragen.

Im Sommer ist die Neigung zu Schwellungen und Wassereinlagerungen höher. Bei hohen Temperaturen setzt sich ein ausgeklügelter Mechanismus in Gang um den Körper abzukühlen. Die oberflächlichen Venen weiten sich, damit das Blut durch die vergrößerte Oberfläche mehr Wärme abgeben kann und abkühlt.

Kompressionstherapie nach plastisch-ästhetischen Eingriffen

Ist das Fett abgesaugt, die Bauchdecke gestrafft und die Brust wunschgemäß verändert, geht es darum, die neue Form während des Heilungsprozesses zu sichern. Dafür gibt es spezielle Kompressionsbekleidung, wie lipomed von medi. Sie sorgt dafür, dass sich die verbliebenen Fettzellen optimal im Gewebe verteilen und entstandene Lücken geschlossen werden. Außerdem verhindert sie die Schrumpfung und Wellenbildung der Haut und beugt der Entstehung von Ödemen und Hämatomen vor. So entsteht innerhalb von vier bis sechs Wochen eine ebenmäßige Silhouette.

  • medizinische Kompressionshosen  eignen sich am besten nach einer Fettabsaugung oder Bauchdeckenstraffung.
  • Nach einer Brust-OP ist das konsequente Tragen eines gut stützenden BHs zu empfehlen
  • Für Männer gibt es nach der Wiederherstellung der natürlichen Form ihres Brustkorbs speziell angepasste Kompressionswesten.

Alle Kleidungsstücke sind leicht anzuziehen und selbst an heißen Tagen angenehm zu tragen, weil sie latexfrei, atmungsaktiv und feuchtigkeitsdurchlässig sind.

Kompressionsstrümpfe verbessern die Leistung des muskulären Metabolismus

Nicht nur Venenkranke, auch Venengesunde profitieren von der Wirkung von Kompressionsstrümpfen.

Die Ergebnisse einer Studie unter Einbeziehung von 19 venengesunden Marathon-Läufern, die jeweils einen Halbmarathon mit und ohne Kompressionsstrümpfe (20 mm Hg) absolvierten, zeigen im Vergleich (der Rennen beim Lauf mit Kompressionsstrümpfen):

  • schnellere Erholung bezüglich der venösen Wiederauffüllzeit
  • eine teilweise Wiederherstellung der Venenpumpkraft
  • um 15 % bessere Laufzeiten als ohne Kompressionsstrumpf

Fazit der Prüfärzte: das Tragen von Kompressionsstrümpfen verbessert die Leistung des muskulären Metabolismus und fördert die schnellere Erholung von sportlichen Anstrengungen. (1)

Im Rahmen einer compliancestarken Kompressionstherapie, wie sie insbesondere mit patientenfreundlichen Strümpfen wie mediven Kompressionsstrümpfen erzielt werden kann, profitieren Venenpatienten von den bekannten Wirkungen: der spontanen Besserung von Symptomen und der Verhinderung eines progredienten Verlaufs des Venenleidens.

Quellen: 1 Dr. med. S. Sadoun et al, Dermat. Nachrichten 9/02.

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